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	<title>Weimarer Visionen</title>
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		<title>DIE ZUKUNFT IST WEIBLICH</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 09:38:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>c.stoschek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles: Akademie]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Christoph Santner  „ DIE ZUKUNFT IST WEIBLICH “ Donnerstag, 19. April 2012 um 18.30 Uhr  in den Räumen von Strasser &#38; Strasser Unternehmensberatung AG  und Benussi Coaching  Kardinal-Faulhaber-Strasse 10, Fünf Höfe, 80333 München Eintritt: 15 € für Mitglieder; 25 € [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Christoph Santner  „ DIE ZUKUNFT IST WEIBLICH “</p>
<p><a href="http://www.weimarervisionen.de/wp-content/uploads/2012/04/christop_santner.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1335" title="christop_santner" src="http://www.weimarervisionen.de/wp-content/uploads/2012/04/christop_santner.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a>Donnerstag, 19. April 2012 um 18.30 Uhr  in den Räumen von Strasser &amp; Strasser Unternehmensberatung AG  und Benussi Coaching  Kardinal-Faulhaber-Strasse 10, Fünf Höfe, 80333 München</p>
<p>Eintritt: 15 € für Mitglieder; 25 € für Interessentinnen<br />
Der Abend beginnt mit dem Vortrag und bietet im Anschluss bei einem kleinen Buffet die Möglichkeit zum persönlichen Kennenlernen und Netzwerken. Ihre verbindliche Anmeldung erbitten wir bis spätestens zum 17. April 2012 unter muenchen@fim.de . Sollten Sie trotz verbindlicher Anmeldung nicht teilnehmen können, würden wir Sie bitten, uns bis zum 17. April 2012 zu informieren. Danach müssen wir Ihnen leider den Kostenbeitrag in voller Höhe in Rechnung stellen.<br />
Christoph Santner  „ DIE ZUKUNFT IST WEIBLICH: WELT UND WIRTSCHAFT NACH 2012 “  Warum wir ein „weicheres“ Management brauchen, um harte Herausforderungen zu knacken und eine nachhaltige Wirtschaft aufzubauen.<br />
Um sich im rauen Klima der Top-Entscheider behaupten zu können, waren weibliche Führungskräfte der ersten Generation noch eher durch den Typus „Eiserne Lady“ geprägt. Mit Blick auf eine nachhaltige Wirtschaft, sind heute verstärkt sogenannte „weichere“ Qualifikationen entscheidend. Geht es doch darum, neue Werte zu etablieren und sämtliche Beteiligten des Unternehmens &#8211; nicht nur die Shareholder &#8211; einzubeziehen. Aus dem Gegeneinander ein Miteinander zu machen und aus dem Ich ein Wir, das ist das Gebot der Stunde.</p>
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		<title>Weimarer Visionen: LeseTipp</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 15:52:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>c.stoschek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Liebe Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen, ich bin stolz und glücklich, das Erscheinen meines neuen Buches bekannt zu geben. „Und Nietzsche lachte“  ist das Nachdenken über die große Frage nach dem Sinn des Lebens – darüber, was uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.weimarervisionen.de/wp-content/uploads/2012/03/wv300312.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1323" title="wv300312" src="http://www.weimarervisionen.de/wp-content/uploads/2012/03/wv300312.jpg" alt="" width="195" height="314" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Liebe Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen,</p>
<p>ich bin stolz und glücklich, das Erscheinen meines neuen Buches bekannt zu geben. „Und Nietzsche lachte“  ist das Nachdenken über die große Frage nach dem Sinn des Lebens – darüber, was uns in die Lage versetzt, „Ja“ zu uns und zum Leben zu sagen. Dafür habe ich die großen Denker der Vergangenheit befragt und ihre Sinn-Theorien diskutiert, um zuletzt zu erkennen, dass sich uns ein tragfähiger Sinn des Lebens wohl doch nur erschließt, wo wir uns mit klarem Geist und liebendem Herzen zu dieser, unser scheinbar so sinnarmen Welt verhalten.</p>
<p>Darf ich Sie/Dich einladen, mich auf dieser philosophischen Entdeckungsreise zu begleiten? Das wirklich schön ausgestattete Buch kostet 16,99 Euro und könnte ein angenehmer Begleiter für die Ostertage sein…  Beim Verlag  oder bei Amazon ist es per Klick leicht zu erwerben.</p>
<p>Leider ist das Erscheinen des Buches von einem unerfreulichen Vorgang begleitet: Auf der entsprechenden Seite von Amazon hat sich jemand bemüßigt gesehen, eine ausgesprochen boshafte Besprechung des Werkes einzustellen. Nun habe ich nichts gegen Kritik, im Gegenteil – aber wenn jemand lediglich nach Lektüre des Einbandtextes meint, ein Buch und seinen Autor in die Pfanne hauen zu müssen, dann ist das gemein und unfair. Zumal der Rezensent dabei verkennt, dass ein zentraler Satz des Buches ein Originalzitat von Nietzsche ist. Leider kann man gegen solche Aktionen nichts anderes tun, als ihnen offensiv etwas dagegen zu setzen. Darum <strong>meine Bitte: Wenn Sie das Buch gelesen haben und es mögen, dann schreiben Sie bitte eine Rezension auf der Amazon-Seite, um den entstandenen Schaden klein zu halten</strong> . (Das Verfahren ist relativ einfach und selbsterklärend.) Je mehr echte und fundierte Besprechungen dort erscheinen, desto weniger kann ein unqualifizierter Heckenschütze dort ausrichten. Herzlichen Dank dafür!</p>
<p>So viel für heute. Helfen Sie mir bitte, das Buch bekannt zu machen und mit ihm Hoffnung und Mut in die Welt zu tragen. Und helfen Sie mir, indem Sie es erwerben. Danke.</p>
<p>Auf bald, Ihr/Dein</p>
<p>Christoph Quarch</p>
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		<title>Tipp der Woche:</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 16:24:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>c.stoschek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ausstellung: HEILENDE MANDALAS &#160; Wo: Galerie Wimmer, Münchens älteste Galerie seit 1825 Brienner Straße 7 80333 München Telefon: 089/2916 8144 Telefax: 089/2916 8145 Mo – Fr 10 – 18 Uhr Sa 10 – 16 Uhr www.galerie–wimmer.de &#160; Programm: Donnerstag, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Ausstellung: HEILENDE MANDALAS</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wo:</strong></p>
<p>Galerie Wimmer, Münchens älteste Galerie seit 1825</p>
<p>Brienner Straße 7</p>
<p>80333 München</p>
<p>Telefon: 089/2916 8144</p>
<p>Telefax: 089/2916 8145</p>
<p>Mo – Fr 10 – 18 Uhr</p>
<p>Sa 10 – 16 Uhr</p>
<p>www.galerie–wimmer.de</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Programm:</strong></p>
<p>Donnerstag, 29.03.2012</p>
<p>18:30 Uhr: Begrüßung durch die Galeristin Christine Rettinger</p>
<p>19:00: Dr. med. Ulrich Bauhofer, Arzt und Ayurvedaspezialist, führt aus Sicht der vedischen Weisheitstradition in die Ausstellung ein</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Freitag, 30.03.2012</p>
<p>18.30: Die Künstlerin Sylvia Sachse erklärt die Welt der Mandalas</p>
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		<title>Inspirationen Festspiele des Denkens 2011</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 13:22:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>c.stoschek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table style="height: 260px; width: 260px;" border="0">
<tbody>
<tr>
<td>
<a href='http://www.weimarervisionen.de/?attachment_id=1298' title='Saal'><img width="120" height="120" src="http://www.weimarervisionen.de/wp-content/uploads/2012/03/Saal-120x120.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Saal" title="Saal" /></a>
<a href='http://www.weimarervisionen.de/?attachment_id=1299' title='Titel'><img width="120" height="120" src="http://www.weimarervisionen.de/wp-content/uploads/2012/03/Titel-120x120.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Titel" title="Titel" /></a>
<a href='http://www.weimarervisionen.de/?attachment_id=1297' title='Halle'><img width="120" height="120" src="http://www.weimarervisionen.de/wp-content/uploads/2012/03/Halle-120x120.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Halle" title="Halle" /></a>
<a href='http://www.weimarervisionen.de/?attachment_id=1300' title='Treppe'><img width="120" height="120" src="http://www.weimarervisionen.de/wp-content/uploads/2012/03/Treppe-120x120.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Treppe" title="Treppe" /></a>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span id="more-1294"></span></p>
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		<title>Die siebten Festspiele des Denkens vom 5. bis zum 7.10.</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 11:23:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>c.stoschek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Was fällt Euch zum Thema Freiheit ein? Ich freue mich auf Eure Kommentare.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was fällt Euch zum Thema Freiheit ein?</p>
<p>Ich freue mich auf Eure Kommentare.</p>
<p><span id="more-1280"></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Weimarer Visionen: Inspiration pur</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 09:57:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>c.stoschek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
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<p><span id="more-1264"></span></p>
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		<title>VorDenker der Woche</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 08:59:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[„Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn und dann werden tausend Märchen wahr.“ Ihre Karriere war ihr ganz persönliches „Wunder“ – die Schwedin verdankte ihr „Märchen“ zur gefeierten Schauspielerin aber vor allem der Nazi-Kulturpolitik: Heute vor 105 Jahren wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.weimarervisionen.de/?attachment_id=1247" rel="attachment wp-att-1247"><img class="alignleft size-full wp-image-1247" title="bild" src="http://www.weimarervisionen.de/wp-content/uploads/2012/03/431839_410492625632273_232838206731050_1787028_786303752_n.jpg" alt="" width="252" height="319" /></a>„Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn</p>
<p>und dann werden tausend Märchen wahr.“</p>
<p>Ihre Karriere war ihr ganz persönliches „Wunder“ – die Schwedin verdankte ihr „Märchen“ zur gefeierten Schauspielerin aber vor allem der Nazi-Kulturpolitik: Heute vor 105 Jahren wurde ZARAH LEANDER geboren (1907 – 1981). Die schwedische Diva mit der Baritonstimme wurde 1936 von der Ufa engagiert, um Marlene Dietrich, die Nazi-Deutschland den Rücken gekehrt hatte, zu ersetzen und der siechen deutschen Filmindustrie einen zugkräftigen Star zu verschaffen. Zarah enttäuschte nicht &#8211; ihre Filme zählten mit wenigen Ausnahmen zu den beliebtesten und profitabelsten im Dritten Reich.<span id="more-1241"></span> Sie selbst bekam eine höhere Gage als jedeR andere Ufa-AngestellteR, sogar mehr als Emil Jannings, Hans Albers oder Gustaf Gründgens. Ihre dunkle Stimme, ihr “Kuhgesicht” (Detlev Sierck) und ihr geheimnisvoller, schräg nach oben gerichteter Blick wurden zu ihrer Signatur; sie ließen auf lodernde Sinnlichkeit, verborgene Leidenschaft, unendliche Sehnsucht, Läuterung durch Verzicht &#8211; und was die Augen betrifft, starke Kurzsichtigkeit schließen.</p>
<p>Zarah spielte fast immer die melodramatische Rolle einer glamoureusen, leicht verruchten Schauspielerin oder Sängerin, die sich in der Liebeswahl irrt und den ganzen Film hindurch dafür büssen muss, bis sie schliesslich einem einfacheren Glück und einem geraden, durchschnittlichen Mann nachgibt. Sie verkörpert dadurch beides – die verführerische Femme fatale und die treue, sich aufopfernde Märtyrerin. Ihrem Publikum bot sie einerseits die Möglichkeit zum Phantasieren durch die exotischen Kostüme und Schauplätze ihrer Filme, zugleich aber die Botschaften von Tugend und Durchhaltemoral.</p>
<p>Zarah Stina Hedburg wuchs mit vier Brüdern in einer gutbürgerlichen Familie in Karlstad, Schweden, auf. Sie bekam schon mit vier Jahren Klavierunterricht und versuchte 1926 die Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule in Stockholm. Sie fällt durch, heiratet den jungen Schauspieler Nils Leander und bekommt zwei Kinder. Die Ehe geht bald schief (Leander ist Trinker), und Zarah tritt 1929 ihr erstes Engagement in einer Unterhaltungsrevue an. Die nächsten fünf Jahre wird sie durch ihre Auftritte in Revuen, Lustspielen und Operetten in ganz Skandinavien berühmt. Der wahre Durchbruch kam 1936 in Wien, wo Zarah in einer neuen Operette einen gefeierten Hollywood-Star vom Typ Garbo spielte. Wegen ihrer dunklen, “unweiblichen” Stimme wurde sie zur Sensation, die auch den deutschen Filmbonzen nicht entging. Sie machten ihr ein grosszügiges Angebot, das Zarah akzeptierte. Nun begann die Ufa einen grossangelegten Werbefeldzug, um Zarah Leander systematisch zum neuen Star des deutschen Films aufzubauen.</p>
<p>Bis zu ihrer Rückkehr nach Schweden 1943 spielte Zarah in 10 Filmen der Ufa, darunter “Zu neuen Ufern” und “La Habanera”, beide 1937 unter der Regie von Detlef Sierck (der später in Hollywood als Douglas Sirk mit seinen Melodramen Karriere machte); “Heimat” (1938, Regie Carl Frölich); und drei Filmen unter dem Regisseur Rolf Hansen, “Der Weg ins Freie” (1941), “Die grosse Liebe” (1941/42) und “Damals” (1943). Ihre Lieder (am häufigsten vom schwulen Texter Bruno Balz) – z.B. “Kann denn Liebe Sünde sein?” (1938), “Davon geht die Welt nicht unter” (1942), “Ich weiss, es wird einmal ein Wunder gescheh’n” (1942) – wurden die beliebtesten Schlager der Nazi-Zeit.</p>
<p>Obwohl sie lange wegen ihrer guten Beziehungen zu den Nazis von ihren schwedischen Landsleuten geächtet wurde, gelang Zarah Leander ab den 50er Jahren ein Comeback als Sängerin und (weniger erfolgreich) als Schauspielerin. Ihre grössten Fans waren wieder Deutsche &#8211; vor allem verehrt das schwule Publikum sie, hingerissen von ihrer androgynen Stimme, ihrem exzessiven Stil, opulenten Aussehen und ihrer sinnlichen, offen zur Schau gestellten Sehnsucht. (Quelle: Joey Horsley, Fembio)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Es ist ja ganz gleich, wen wir lieben</p>
<p>Und wer uns das Herz einmal bricht</p>
<p>Wir werden vom Schicksal getrieben</p>
<p>Und das Ende ist immer Verzicht</p>
<p>Wir glauben und hoffen und denken, daß</p>
<p>einmal ein Wunder geschieht.</p>
<p>Doch wenn wir uns dann verschenken</p>
<p>Ist es das alte Lied</p>
<p>Nur nicht aus Liebe weinen</p>
<p>Es gibt auf Erden nicht nur den Einen</p>
<p>Es gibt so viele auf dieser Welt</p>
<p>Ich liebe jeden der mir gefällt“</p>
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		<title>Kunst in Marrakesh &amp; Social Business in Berberdörfern. Wer kommt mit nach Marokko?</title>
		<link>http://www.weimarervisionen.de/?p=1194</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 16:04:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>c.stoschek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ergänzungen: Festspiele]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle Teilnehmer unserer Festspiele des Denkens 2011 erinnern sich an Andrea Kolb und die Schauspielerin Jana Pallaske, die ihr Social-Business-Projekt ABURY vorgestellt haben. Dabei unterstützen sie junge Frauen in marokkanischen Berberdörfern, traditionelle Berber-Bags zu besticken, die dann in deutschen Boutiquen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Teilnehmer unserer Festspiele des Denkens 2011 erinnern sich an Andrea Kolb und die Schauspielerin Jana Pallaske, die ihr Social-Business-Projekt ABURY vorgestellt haben. Dabei unterstützen sie junge Frauen in marokkanischen Berberdörfern, traditionelle Berber-Bags zu besticken, die dann in deutschen Boutiquen verkauft werden. Nun bietet uns Andrea Kolb, die in Marrakesh auch den zauberhaften Riad AnaYela betreibt, exklusiv folgendes Programm:</p>
<p>1 Woche Marrakesh mit Besuch des Projektes in den Berberdörfern genau zu der Zeit, in der die 4. „Kunst-Biennale Marrakesh“ stattfindet, organisiert von Vanessa Branson, der Schwester von Richard Branson. Dabei gibt es inspirierende Bildende Kunst, Musik, Literatur und Film zu erleben.</p>
<p>Für dieses ungewöhnliche Kunst-Event hat Andrea Kolb VIP-Pässe reserviert.</p>
<p>Günstige Flüge ab München gibt es mit Royal Air Maroc von 27. Februar bis 5. März 2012. Von unseren Initiatoren ist auf jeden Fall Christoph Santner vor Ort . Er hat über das „Abury-Projekt“ einen Artikel geschrieben, den er auf Wunsch den Interessenten gerne zumailen kann.</p>
<p>Aufgrund der wirtschaftspolitischen Situation vor Ort kann die von den Initiatoren angedachte „Weimarer-Visionen-Woche“ in Griechenland nicht stattfinden. So sehen wir dieses Angebot in Marrakesh als interessante Alternative dazu an. Wer kommt mit?</p>
<p>Anfragen bitte direkt bei<br />
andrea.kolb@anayela.com<br />
christoph.santner@weimarervisionen.com (Artikel)</p>
<p>Infos:<br />
<a href="http://www.abury.net" target="_blank">www.abury.net</a><br />
<a href="http://www.marrakechbiennale.org" target="_blank">www.marrakechbiennale.org</a><br />
<a href="http://www.anayela.com" target="_blank">www.anayela.com</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Christoph Quarch: Die Festspiele des Denkens 2011</title>
		<link>http://www.weimarervisionen.de/?p=1186</link>
		<comments>http://www.weimarervisionen.de/?p=1186#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 08:24:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>c.stoschek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ergänzungen: Festspiele]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.weimarervisionen.de/?p=1186</guid>
		<description><![CDATA[1. Tag in Weimar: 1. Oktober 2011 Himmel, wie viel Schönheit! Weimar im Spätsommer, mildes Abendlicht, die Mondsichel über Goethes Haus am Frauenplan. Herbstlaub im Ilmpark. Die Menschen flanieren durch die Gassen. Weimarer Visionen. Der Genius Loci verlangt Poesie. Aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1. Tag in Weimar: 1. Oktober 2011</p>
<p>Himmel, wie viel Schönheit! Weimar im Spätsommer, mildes Abendlicht, die Mondsichel über Goethes Haus am Frauenplan. Herbstlaub im Ilmpark. Die Menschen flanieren durch die Gassen. Weimarer Visionen. Der Genius Loci verlangt Poesie. Aber dafür bin ich nicht da. Noch nicht. Oder doch? &#8212; Ah, pardon, ich vergaß, mich vorzustellen. Christoph Quarch ist mein Name. Und ich habe das Glück, Teilnehmer der Weimarer Visionen 2011 zu sein. Naja, und darüber hinaus bin ich von den Initiatoren gebeten worden, ein bisschen von hier zu bloggen; nur für den Fall, dass Sie so ein bisserl teilhaben wollen an den Festspielen des Denkens, die hier gefeiert werden.</p>
<p>Ja, gefeiert, das ist das richtige Wort. Ich bin ja nun zum ersten Mal hier und noch nicht so vertraut mit dem Ganzen. Aber das merkt man sofort: Hier herrscht Feierstimmung in diesem zauberhaften Schloss, umgeben von steinernen Göttern, unter dem funkelnden Himmel der Kronleuchter. Mei, wie viel Schönheit auch hier. Der alte Goethe hätte seine Freude daran gehabt. Nicht nur am wolkenlosen Himmel, wie Gerhard Nasdala, der erste Referent des Nachmittags zu Beginn seines Vortrags anmerkte. Nein, der gute Goethe hätte auch Spaß gehabt an dieser Zusammenkunft von Menschen, die aus allen Ecken Deutschlands gekommen sind, um in dieser Symbiose von Schönheit und Geist nach den Quellen der Kraft zu suchen.</p>
<p>Goethe war ja alles Innerliche suspekt. Er suchte die Kraft in der Begegnung mit Menschen, klugen Geistern, der Kunst und vor allem der Schönheit. Ich stelle mir vor, wie er den Worten der Referenten lauscht, mal skeptisch, mal zustimmend, aber immer neugierig. Und empfänglich für all das Gesagte. Gewiss hätte freundlich genickt bei Rebecca Reinhards Variationen auf des alten Horaz&#8217; Leitwort &#8220;Carpe Diem&#8221;. Und ich denke, er hätte auch Friedhelm Borscherts Ausführungen über Achtsamkeit in der Welt des Business aufmerksam gelauscht; auch wenn ihm das Asiatische daran eher fremd gewesen wäre. Naja, und kluge Politikkundige und philosophierende Physiker wie Werner Weidenfeld und Herbert Pietschmann wären sicher ganz nach seinem Geschmack. Zumal sich durch alle Voten eines hindurchzog, was nach den Ausführungen von Gerhard Nasdala für meinen Goethe ein große Kraftquelle war: die Neigung. Also, das liebevolle, fast erotische Verhältnis vom Redner zu seinem Stoff. Das macht Lust auf mehr, und passt zu all der Schönheit.</p>
<p>Jetzt muss ich los: WahlVerwandtschaften — Die interaktive Nacht der Inspirationen stehen auf dem Programm. Puh, &#8220;Nacht&#8221; verheißt anstrengend zu werden. Zumal mir schon jetzt der Kopf brummt. Aber sei&#8217;s drum. Die Wahlverwandtschaften &#8212; habe ich schon immer gemocht. Also, bis morgen! </p>
<p>2. Tag in Weimar: 2. Oktober 2011,</p>
<p>Und es geht gerade so weiter. Heute morgen nun — wie soll man sagen — ein Herbstmorgentraum; in Gestalt eines Spaziergangs mit dem unglaublichen Herrn Nasdala, der zu früher Stunde eine stattliche Gruppe von gut dreißig Leuten auf den Spuren von Franz Liszt durch Weimar führte. Liszt steht dieses Jahr hier hoch im Kurs: 200. Geburtstag, viel Festivitäten in Weimar. Offen gestanden geht&#8217;s mir mit ihm aber so wie den meisten: Den Namen kennt man, aber viel mehr auch nicht. Nasdala jedenfalls tröstete seine morgendlichen Wandergenossen mit dem Hinweis, dass selbst Musikkenner nicht mehr als 5 Prozent seiner Werke kennen &#8211; Nun weiß ich immerhin, dass der Abbé, wie man ihn hier ob seiner katholischen Verankerung nannte, ein ziemlich wilder Lebemann war, der für manchen Skandal in Weimar sorgte. Apropros Skandal: Über Goethes Liebesleben und die Eifersüchteleien der Frau von Stein haben wir auch schon vieles gelernt. Aber stopp, das Programm geht weiter und wir musizieren, Hilfe! Ich komme gleich zurück</p>
<p>So, hui, das war witzig. Unser guter Otmar hat die Sache zum Laufen gebracht. Das war nun schon sein zweiter großer Auftritt; nach gestern abend, bei der magischen Nacht. Da hat er mir nicht nur nachhaltig klar gemacht, was ein &#8220;Wirtschaftskabarettist&#8221; zu leisten vermag. Sondern da hat er auch noch den Kongress zum Tanzen gebracht. Wirklich magisch &#8211; Ach ja, die Weimarer Visionen sind in Schwung gekommen. Die Menschen reden, lachen &#8212; denken. Schön, um beim Thema zu bleiben.</p>
<p>***</p>
<p>Junge, Junge, jetzt schwindelt&#8217;s mich. Ulrich Bauhofer spricht und tischt zahlen auf: Jeden Tag bilden wir 600 Milliarden Zellen neu. Haben 70 Trilliarden synaptische Verschaltungen im Gehirn, mehr als Gestirne im Universum. 10 hoch 28 Atome, von den 98 % pro Jahr ausgetauscht werden. Seine Schlussfolgerung:  Eigentlich sind wir nichts. Und wir sind dauernd andere. Das heißt: ich bin gar nicht mein Körper. Prima, dann gehört dieser blöde Husten auch nicht zu mir. Finde ich tröstlich.</p>
<p>Okay, unser Körper ist nicht unser Selbst, aber was dann? Der Geist — ne, auch nicht. Ändert sich auch dauernd. Was dann: Ich bin, sagt Bauhofer, eine Welle im Ozean des Seins. Und das kann ich erfahren, wenn mein Geist zur Ruhe kommt. Da kapiert die Welle, dass sie in Wahrheit Ozean ist. Und damit wird sie sich dessen bewusst, was bleibt und Bestand hat, anders als diese 10 hoch 28 komischen Atome dieses hustenden Körpers</p>
<p>Ah, Körper, da ist er jetzt wieder. Was braucht der Körper, um diese Erfahrung zu unterstützen, fragt er sich. Die Antwort, wenn ich&#8217;s richtig verstehe, ist: Balance. Dafür hat er ein schönes Bild: Das Leben ist ein fortwährender Seiltanz. Und das Seil ist das Selbst. Darin muss ich verankert sein, um gut auf dem Seil zurecht zu kommen. Nur so kann ich mich fortwährend ausbalancieren. Hm, da fällt mir Nietzsche und sein Zarathustra ein: &#8220;Der Mensch ist ein Seil gespannt zwischen Mensch und Übermensch&#8221;. Passt dazu: Das Selbst ist auf dem Weg, ist ein Weg, ich bin ein Weg, der kein Ziel hat, aber immer für sich wundervolle Erfahrungen ermöglicht: immer dann, wenn die Balance da ist; wenn&#8217;s stimmt. So wie bei unserem Spaziergang heute morgen. Ach ja, da schließt sich wieder der Kreis.</p>
<p>***</p>
<p>Jetzt redet Professor Ulrich Wanke. Junge, Junge. Der stellt erstmal eine ganz neue Weimarer Vision vor: Das Leben wird — man glaubt es kaum — programmierbar. Also von uns durch unseren Geist formbar. Auch durch unseren Willen? Schleicht hier der Geist des berühmtesten Patienten Weimars durch die Hallen? Ist Nietzsche unter uns, und sein Willen zur Macht: zum Machen der Welt nach unserem Bilde? Aufregend. Denn immerhin liefert der Professor auf seinen 120 Powerpoint-Charts (puh!) eine physikalisch-philosophische Theorie dafür, wie das funktioniert, wie der Geist die Materie formt. Superspannend übrigens auch im Sinne von &#8220;kontrovers&#8221;. Denn am Ende gehen die Physiker aufeinander los. Professor Pietschmann ist gar nicht zufrieden mit Professor Wanke. Zankapfel sind die Spins. Wobei mir gefällt, was Pietschmann sagt: Alles, was wir im subatomaren Bereich beobachten können, lässt sich nur in falschen Bildern darstellen. Da fällt mir Platon ein, der sagte, man könne die Frage, was die Welt im Innersten zusammenhält, nur in Mythen beantworten. Was also bedeutet, dass hier unterschiedlich Mythen zur Diskussion stehen. Und das Schöne daran ist: Mythen können wahr sein, auch wenn sie einander widersprechen.</p>
<p>Wobei über eines zwischen den Professoren doch Einigkeit besteht: Die Welt ist Geist — Geist schafft die Welt. Einerseits finde ich das sehr ermutigend, weil auf diese Weise wirklich Veränderung zum Guten möglich ist. Aber andererseits heißt das wohl auch, dass ebenso der Ungeist die Welt kreiiert. Will sagen: Jetzt stellen sich die großen Fragen der Ethik neu: Woher wissen wir, wie und wohin wir unseren Geist richten sollen? Schade, jetzt bräuchte man doch noch mehr Zeit zum Diskutieren.</p>
<p>***</p>
<p>Und jetzt — täterätä — kommt die Message aus der Badewanne. Im Ernst. Es ist Workshop-Zeit, und ich hatte offenbar einen guten Riecher und bin bei Susanne Vogel gelandet. Ehrlich gesagt habe ich mir den Namen der Methode, mit der sie arbeitet, nicht merken können, aber ihr Angebot, Entspannung als eine Quelle der Kraft anzubieten, hat mich auf Anhieb angemacht. Dabei konnte ich noch gar nicht ahnen, dass sie mit uns Workshoppern unter die große alte Buche vor der Villa Haar gehen würde, um dort zu arbeiten. Oder hatte ich mir dieses Setting vielleicht Kraft meines Geistes selbst kreiiert? Naja, das wäre vielleicht doch zu viel des Guten. Fest steht jedenfalls, dass es zauberhaft war, an diesem goethianisch-sonnenhaft-klaren Oktobernachmittag im Freien mit Petra Vogel diese Entspannungspraxis zu erproben. Und da kam zuletzt die Badewanne ins Spiel, denn als Höhepunkt des Workshops war es genau diese Situation, die wir imaginierten: Ein heißes Bad. Und ob Sie&#8217;s glauben oder nicht: Allein die Vorstellung hat mir ein paar Schweißperlen auf die Stirn gezaubert. Mei, die Lehren des heutigen Vormittags werden so mit Erfahrung unterfüttert: Geist ist wirklich = Geist schafft Wirklichkeit. Immer wieder.</p>
<p>***</p>
<p>Da steht sie nun, die schlanke Mondsichel über Goethes Haus am Frauenplan. Und wie sollte es anders sein, als dass mir sein Gedicht an den Mond in den Sinn kommt. Ein magischer Augenblick. Mal wieder.</p>
<p>Füllest wieder Busch und Tal</p>
<p>Still mit Nebelglanz,</p>
<p>Lösest endlich auch einmal</p>
<p>Meine Seele ganz;</p>
<p>Breitest über mein Gefild</p>
<p>Lindernd deinen Blick,</p>
<p>Wie des Freundes Auge mild</p>
<p>Über mein Geschick.</p>
<p>Jeden Nachklang fühlt mein Herz</p>
<p>Froh- und trüber Zeit,</p>
<p>Wandle zwischen Freud&#8217; und Schmerz</p>
<p>In der Einsamkeit.</p>
<p>Ich nutze die Pause vor dem Kommunikativen Dinner für eine kleine Besinnung. Wir reden über die Quellen der Kraft. Hier in Weimar. Bei Goethe. Komisch, dass noch keiner der Referenten über diejenige Kraftquelle gesprochen hat, die gerade er doch so gut kannte, und von der ich glaube, dass sie nun wirklich DIE Kraftquelle par excellence ist: die Liebe oder Eros, wie ich als alter Grieche und Platoniker so gerne sage.</p>
<p>3. Oktober</p>
<p>00:39 Uhr. Zurück von der Party. Voll und müde. Hilft nicht&#8217;s: Körper und Geist haben in seltener Eintracht entschieden, dass es jetzt ins Bett geht.</p>
<p>3. Tag in Weimar: 3. Oktober 2011,</p>
<p>Heute morgen spricht Uwe Karstädt, auch er ein Heilkundiger. Wieder geht es um die Kraftquelle Leib: was ja gut verständlich ist, denn unser Körper ist ja basal und grundlegend für all unser Tun und Lassen. Und ich glaube, es gibt niemanden, der nicht aus eigener Erfahrung wüsste, dass ohne einen kraftvollen Körper &#8212; gar nichts mehr recht gehen will. Auch Karstädt beginnt mit Zahlen, die etwas von dem ungeheuren Wunder des Organismus verraten: Jeder Mensch besteht aus 80 Milliarden Zellen. Und jede Zelle hat pro Sekunde 50.000 Stoffwechselvorgänge, der Organismus: ein wundervolles Gebilde, das perfekt arbeitet. Was ein Heiler leisten kann: Diesem Gebilde das optimale Umfeld geben, damit es bekommt, was es braucht: Was zuviel ist muss raus, was zuwenig ist, muss rein. Es geht alles ums Maß. Und das ist weitgehend verloren gegangen. Warum: Weil wir reichlich zu viel vom Schlechten haben: von Giftstoffen und Stress. Und zu wenig haben wir an Nährstoffen, die die ausgelaugten Böden der industriellen Landwirtschaft nicht mehr hergeben. Das da Gegensteuern Not tut, leuchtet unmittelbar ein. Ich glaube, ich werde Karstädts Entgiftungsprogramm ausprobieren. Und mit Hilfe seiner CDs das Immunsystem zu stärken, würde mir wohl auch nicht schaden</p>
<p>***</p>
<p>Als Philosoph geht es einem mit Unternehmensberatern und Coaches öfters wie dem alten Sokrates mit den Sophisten: Man blickt etwas geringschätzig auf diejenigen, die das Wissen der Zeit so übersetzen, dass man etwas Praktisches damit anfangen kann und zieht sich ansonsten gern darauf zurück, als Grundlagenforscher die &#8220;eigentliche&#8221; geistige Arbeit zu leisten. Aber so wie das schon bei Sokrates ein Missverständnis war — zumindest manchmal — so auch heute. Vor allem, wenn man als Philosoph einen Arnold Weissman hört. Unglaublich! Der Mann redet glasklar, alles was er sagt leuchtet ein, und man denkt sich: Wow, endlich mal einer, der es entschieden, deutlich und zitierfähig ausspricht. Zum Beispiel: &#8220;Das gesamte marktwirtschaftliche System basiert auf einem Missverständnis&#8221;. Recht hat er. Und Recht hat er, wo er sagt, dass dieses Missverständnis von keinem Geringeren herrührt als von Adam Smith: Wenn jeder seinen Nutzen maximiert, entsteht das größte Glück der größten Zahl, hatte der vor 250 Jahren gelehrt, und eine &#8220;unsichtbare Hand&#8221; würde schon dafür sorgen, dass es sich ausgeht (wie er sehr zur Freude der Wiener Sektion formuliert). Die &#8220;unsichtbare Hand&#8221; gibt es aber nicht. In Wahrheit sei es so: Nichts macht erfolgreicher, als andere erfolgreich zu machen. So entsteht ökonomischer Nutzen. Der Sinn eines Unternehmens, sagt Weissman, liegt darin, seine Kunden zufrieden zu machen.</p>
<p>Und wie geht das?, möchte man wissen. Weissman ist um Antworten nicht verlegen: &#8220;Die Wirtschaft ist ein Zweig der Biologie im weitesten Sinn&#8221;, erklärt er und fragt:  &#8220;Was lernen wir aus der Natur? &#8211; Entweder du passt dich an, oder du verabschiedest dich!&#8221; Und vor allem: &#8220;Sei einzigartig!&#8221; Austauschbarkeit sei das Krebsgeschwür für Unternehmen: &#8220;Be different or die!&#8221; Aber nicht einfach so. Weissman meint: Finde deine ganz einzigartige Lösung für ein brennendes Problem! Denn wer Probleme lösen hilft, hat es verdient, viel zu verdienen. &#8220;Macht euch unverzichtbar und ihr sichert eure Zukunft!&#8221; ist einer seiner Slogans.</p>
<p>Daran bleibe ich hängen. Wir sind ja schon auf der Zielgeraden der Weimarer Visionen. Und deshalb kann ich der Versuchung nicht widerstehen, diesen Satz auf die &#8220;Visionen&#8221; selbst anzuwenden: Haben wir hier auf einzigartige Weise Probleme gelöst und uns unentbehrlich gemacht? Einzigartig sind die Weimarer Visionen gewiss. Probleme haben diese 2 Tage unmittelbar wahrscheinlich nicht gelöst, aber was womöglich noch kostbarer ist: In all den vielen Vorträgen hier sind Sichtweisen, Perspektiven und Interpretationen der Welt und des Lebens vorgetragen worden, die eine neue Ebene des Denkens und des Geistes zu erkennen geben: die Ebene, die wir wohl alle werden erklimmen müssen, um von ihr aus das Schlamassel der Gegenwart aufzulösen. So wie Einstein sagte: Man kann Probleme nicht von der Ebene aus lösen, auf der sie entstanden sind, sondern muss die Ebenen wechseln. Das ist hier geschehen.</p>
<p>***</p>
<p>Das gilt auch für den letzten Vortrag von Eva-Maria und Wolfram Zurhost. Tja, da kommt sie nun doch noch zu Wort, die Liebe. Als Kraftquelle, als Motor. Klar, man schlägt sich vor die Stirn, natürlich sind Beziehungen eine Riesenkraftquelle für jeden einzelnen — wenn man denn weiß, wie Beziehungen gelingen können. Denn sonst werden sie schnell auch zu schwarzen Löchern im Energiehaushalt. Aber wenn man ein gutes Energiemanagement in seinen Beziehungen hinbekommt, und nicht zwei Ausgelaugte sich gegenseitig noch die letzte Energie absaugen, dann &#8212; kann sich die Megakraftquellen Liebe ausbreiten. Und die brauchen wir wohl alle am meisten. Womit man jetzt wieder zu Goethe kommen könnte, aber das lassen wir.</p>
<p>Denn jetzt sind die Festspiele des Denkens für diese Mal rum. Und gleichzeitig hat viel Neues begonnen. Kontaktfäden wurden gesponnen, Projekte verabredet, Ideen ausgetauscht. Es geht weiter, womöglich sogar nach Griechenland! Also so richtig mitten hinein ins Herz des Deutschen Geistes (Herz des Deutschen Geistes — hm, gibt es sowas? Ich weiß nicht; egal). Jedenfalls freue ich mich auf weitere Begegnungen und fahre heim mit dem guten Gefühl, an den Quellen der Kraft gewesen zu sein: Menschen begegnet zu sein, die mit Lust, Leidenschaft, Begeisterung und Eros das Leben feiern. Wie schön!</p>
<p>Also, servus, macht&#8217;s gut. Ich hoffe, wir sehen uns nächstes Jahr in Weimar.</p>
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		<title>Goethe: Ein Zwischenfall ohne Folgen?</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 15:13:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>c.stoschek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ergänzungen: Festspiele]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Modernität eines deutschen Klassikers Am 24.10. spricht der Kulturhistoriker und Autor Manfred Osten (Referent unserer Weimarer Visionen 2012, die SZ beschrieb ihn als “Stellvertreter Goethes auf Erden”) mit dem Schriftsteller Adolf Muschg (u.a. “ Der Schein trügt nicht: Über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zur Modernität eines deutschen Klassikers </strong></p>
<p>Am 24.10. spricht der Kulturhistoriker und Autor Manfred Osten (Referent unserer Weimarer Visionen 2012, die SZ beschrieb ihn als “Stellvertreter Goethes auf Erden”) mit dem Schriftsteller Adolf Muschg (u.a. “ Der Schein trügt nicht: Über Goethe ”) im Gasteig / München. In dieser Serie hat Manfred Osten im Frühling bereits mit Peter Sloterdijk u.a. gesprochen.</p>
<p>Mit der einer Behauptung Nietzsches entspringenden Frage, ob Goethe in der Geschichte der Deutschen „ein Zwischenfall ohne Folgen“ sei, geht das Projekt „Goethe im Gasteig – Zur Modernität eines deutschen Klassikers“ aufgrund des großen Erfolges in die nächste Runde:</p>
<p>Auch im Herbst 2011 finden wieder spannende Vorträge, Rezitationen und Gespräche zum Thema in der „Black Box“ im Gasteig München statt. Manfred Osten, deutscher Autor und Kulturhistoriker, moderiert die Vortragsreihe und empfängt prominente Dichter, Philosophen und Geisteswissenschaftler, die sich eingehend mit dem Dichter Goethe auseinandergesetzt haben. Mit seinem Vortrag zum Thema „Goethe &amp; Eckermann“ eröffnet Adolf Muschg die Fortsetzung der Reihe.</p>
<p>http://www.muenchner-partner.de/allgemein/goethe-eckermann-adolf-muschg-traegt-am-24-oktober-2011-im-gasteig-vor-606</p>
<p><strong> Karten bitte selbst im Gasteig besorgen.</strong></p>
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